Der Name unserer Kalmit taucht erstmals in den Jahren 1577/1602 auf. Die Urkunden handeln von Gebietsabgrenzungen in der IV. Mittelhaingeraide (auch V. Haingeraide genannt). Solche Gebietsabgrenzungen dienten der Bezeichnung von Grenzverläufen zwischen Waldabschnitten. So konnte der Holzeinschlag reguliert und gebietsscharf beschrieben werden.
Heute ist die Ableitung des Namens gesichert. Es handelt sich um eine Wortkombination aus “calvus” und “mons”. Beide Worte sind aus dem Romanischen entlehnt. Calvus steht für “das Kahle” und Mons für den “Berg”, die “Anhöhe” oder einen “Hügel”. Somit ergibt sich ein kahler Hügel, ein kahler Berg oder eine kahle Anhöhe. Dies passt zu den Aussagen im 19. Jahrhundert, also zu Zeiten der bayerischen Forstverwaltung, die Kalmit sei erstmals bepflanzt worden.
In einem Beitrag aus dem Jahre 2018 haben die Autoren mehr als 25 Namensvarianten ausgemacht. Dazu zählt auch der Calmont, die bekannte Steillage an der Mosel. Weitere Namensvettern gehen bereits auf das Jahr 1025 zurück.
Interessanterweise kam diese Veröffentlichung mehr als 100 Jahre nach den ersten belastbaren Abhandlungen von Christian Mehlis. Er war ein bekannter Wissenschaftler, die sich mit unserer Region beschäftigte. Seine Spezialgebiete waren die Geologie, die Geographie. In seiner Abhandlung “Die Kalmitgruppe” kommt er zu dem gleichen Ergebnis, was den Namen “Kalmit” betrifft, wie seine Nachfolger im Jahre 2018. Zum Thema “der” oder “die” Kalmit verweist Mehlis auf den lateinischen Ursprung, wonach calvus und mons eindeutig auf “der Kalmit” verweisen muss. Gnädigerweise lässt er aber die lokal übliche pfälzische Ansprache “die Kalmit” gelten und gibt Versuche auf, den Pfälzer eines bessseren zu belehren.
Internet
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Aussichtstürme im Pfälzerwald.
Kartenwerk Pfälzische Gebiete 1836-41.
Literatur
Mehlis, Christian (1900): Die Kalmitgruppe. Landschaftsbild aus der Rheinpfalz von Dr. C. Mehlis in Neustadt a. H. Mit Textkarte und einer Zeichnung. In: Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik, Heft 6.Friedmann, Andreas Urban (2013): Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Speyer (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Speyer, 114). Rödel, Volker (2018): Der Berg-, Siedlungs- und Flurname Kallmuth/Kalmit und der Weinbau. In: Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg (Hg.): Reihe B: Forschungen, Reihe B: Forschungen, Bd. 217. Stuttgart: Kohlhammer (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, 217), S. 207–263. Wittner, Heinz R. (1988): Die Kalmit. Türme, Hütten, Wetterwarte, Strom- und Wasserversorgung. In: Pfälzerwald-Verein e.V. (Hg.), Pfälzer Heimatbuch mit 80 Abbildungen im Text. Grünstadt, Sommer, Seite 328ff.Schnabel, Berthold (2014): Glocke, Kirchlein, Monument : Ilbesheim, Hainfeld und Maikammer machen 1824 ihrem König Maximilian Joseph ein Geschenk zum 25-jährigen Regierungsjubiläum. In: Landkreis Südliche Weinstraße (Hg.): Heimat-Jahrbuch, Bd. 1. 1 Band (Heimat-Jahrbuch Südliche Weinstraße, 36), S.239–243.Schnabel, Berthold (2018): DEM BESTEN DER KOENIGE. Erinnerungen an das 25jährige Regierungsjubiläum von König Maximilian Joseph am 16. Februar 1824. In: Warmbrunn, Paul (Hg.): Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz. Historischer Verein der Pfalz, Bd. 116. (116. Band), S. 349–396.